Die Klasse 1BFB1 der TFSE hat im Sommer 2026 gemeinsam mit Herrn Krebs eine Forsthütte für Forst BW geplant, vorgefertigt und vor Ort aufgebaut. Bevor wir uns an den Handabbund der Forsthütte machen konnten, mussten wir erst einmal die Planung durchsprechen. Die Forsthütte sollte im Fachwerkstil gebaut werden und fast ausschließlich durch Zapfen und Holznägel gehalten werden. Die Hütte besteht aus einem offenen Teil, der den Eingang bildet, und einem mit Brettern verschalten Teil. Herr Krebs hatte die Hütte bereits vor Ort ausgemessen und digitale Pläne mit den genauen Maßen erstellt, nach denen wir die Hütte abbinden konnten.
Als Erstes haben wir zusammen mit Herrn Krebs den gesamten Ablauf des Baus der Hütte besprochen und uns in Gruppen eingeteilt. Diese haben das Holz, das uns vom Sägewerk geliefert wurde, gemessen und für die einzelnen Bauschritte eingeteilt. Anschließend haben wir gleichzeitig mit dem Bau der ersten beiden großen Längswände begonnen. Nachdem wir die Längswände fertig abgebunden hatten, haben wir uns dem Bau der Querwände gewidmet. Alle Wandteile haben wir durch Zapfen und Holznägel verbunden und nur provisorisch einmal aufgebaut, um zu prüfen, ob alles passt, und sie anschließend für den späteren Transport in den Wald wieder zerlegt. Zum Schluss haben wir den Dachstuhl abgebunden.
Nachdem das gesamte Haus fertig war, haben wir die Einzelteile nach Wänden und Dachstuhl sortiert und für den Transport vorbereitet. Abschließend haben wir unser Werkzeug für den Aufbau der Hütte im Wald vorgerichtet, und dann war alles bereit für den Aufbau der Forsthütte.
Am Montag, den 8. Juni 2026, um 8:00 Uhr trafen wir uns in Peterstal an der Sitzbuchhütte, um mit dem Aufbau zu beginnen. Wir wurden herzlich von Forst BW empfangen und haben mit ihnen gemeinsam das Holz abgeladen und nach der Fachwerkzeichnung sortiert. Unter der Betreuung von Herrn Krebs und Herrn Lingner bauten wir das Gerüst auf, damit wir anschließend die Wände stellen konnten, während andere Schüler der TFSE die Maschinen und Werkzeuge vorbereiteten und richteten. Wir begannen gemeinsam, die Wände zu stellen, und waren um 13:00 Uhr damit fertig. Forst BW hat uns freundlicherweise Essen und Getränke für die Pause zur Verfügung gestellt. Um 14:00 Uhr ging es weiter. Wir teilten uns auf, um effizienter zu arbeiten. Zu den Arbeiten gehörten die Verschalung der Wände, das Aufsetzen des Dachstuhls, das Abdichten des Dachs, das Verlegen des Bodens und viele weitere Kleinigkeiten. Nachdem wir fertig waren, stellten wir einen Richtbaum auf. Nun konnte der Richtspruch gehalten werden.
Der Richtspruch ist eine feierliche Anrede und Teil der Zimmerertradition, um den Handwerkern zu danken, um Gottes Segen für das Haus zu bitten und den Bauherren (Forst BW) Glück zu wünschen. Der Richtspruch wurde von einem Schüler der 1BFB1 auf dem Dach gehalten.
Unser Tag endete um 19:30 Uhr. Das Projekt diente dazu, praktische Erfahrung zu sammeln und die Traditionen der Zimmerer an die jungen Auszubildenden der TFSE weiterzugeben, die dieses Handwerk erlernen.
Die Klasse 1BFB1 bedankt sich herzlich bei Forst BW und Herrn Krebs für die Planung, die Organisation und die Möglichkeit, ein so spannendes Projekt gemeinsam umzusetzen. Die Klasse ist sich einig, dass das Sammeln dieser praktischen Erfahrung ein großartiges Erlebnis war. So beschreibt es auch Marc, ein Schüler der Klasse 1BFB1: „Es war schön, mal im Original, also 1:1, zu arbeiten und nicht nur mit kleinen Hölzern, die leicht brechen.“





